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Gleitschirm - Klassifizierung
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LTF A / 1Für Piloten aller Könnensstufen, vom Einsteiger bis zum Streckenflieger, die besonderen Wert auf höchstmögliche passive Gerätesicherheit legen. |
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LTF B / 1-2Gleitschirme für Thermik- und Streckenflieger, die über regelmäßige Flugpraxis und über fortgeschrittene flugtechnische Kenntnisse verfügen. |
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LTF C / 2Gleitschirme für Leistungsorientierte Streckenflieger, die über eine regelmäßige, mehrjährige Flugpraxis und über fundierte flugtechnische Kenntnisse verfügen. |
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LTF D / 2-3Gleitschirme für Leistungspiloten mit umfassender Flugerfahrung, die Höchstleistungen, z.B. beim Streckenflug realisieren wollen. |
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Gebrauchte GleitschirmeGleitschirme aus allen Klassen, Demoschirme / Vorführer, in geprüfter Qualität. |
Hinweise zur Klassifizierung von Gleitschirmen
Die Klassifizierung eines Geräts bietet einen Anhaltspunkt zur Beurteilung der Ansprüche, die es an das Können des Piloten stellt. Die Klassifizierung wird durch die Flugtests im Rahmen des DHV Musterprüfverfahrens ermittelt. Bei diesen Tests werden ausschließlich Aussagen zu den Flugeigenschaften, nicht aber zu den Flugleistungen getroffen. Die Gesamtklassifizierung ergibt sich aus der höchsten (=anspruchsvollsten) Beurteilung, die ein Gerät in einer einzelnen Beurteilungskategorie (Flugfigur) erhält.
LTF 1-3: Lufttüchtigkeitsforderung und Bauvorschriften bis 2009
LTF A-D: Lufttüchtigkeitsforderung und Bauvorschriften ab 2010
Empfehlungen zu den DHV-Klassen
Diese Empfehlungen sollen dem Piloten dabei helfen, die für seine fliegerischen Fähigkeiten geeignete Geräteklasse auszuwählen. Sie stützen sich auf die langjährige Analyse der Gleitschirmunfälle und auf die Erfahrungen von Flugschulen, Fluglehrern und Sicherheitstrainern.
Die Empfehlungen zu den Pilotenanforderungen beziehen sich auf Gleitschirme, die überwiegend und bei den besonders sicherheitsrelevanten Testflugmanövern (z.B. einseitiges Einklappen, einseitiges Einklappen und Gegensteuern, frontales Einklappen, Kurvenhandling, Steilspirale, beidseitiges Überziehen) die jeweilige LTF-Klassifizierung aufweisen.
Bei Gleitschirmen, die überwiegend und bei den besonders sicherheitsrelevanten Testflugmanövern eine niedrigere LTF-Klassifizierung aufweisen, können sich die Empfehlungen zu den Pilotenanforderungen mit der niedrigeren Klasse überschneiden.
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Beschreibung der Flugeigenschaften: |
Gleitsegel mit einem Maximum an passiver Sicherheit und einem extrem verzeihenden Flugverhalten. Gute Widerstandsfähigkeit gegen abnormale Flugzustände. |
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Zielgruppe und empfohlene Flugerfahrung: |
Für Piloten aller Könnensstufen, vom Einsteiger bis zum Streckenflieger, die besonderen Wert auf höchstmögliche passive Gerätesicherheit legen. Für Piloten mit einer Flugerfahrung von weniger als ca. 15-20 Flugstunden pro Jahr werden ausschließlich Gleitschirme der Klassifizierung A empfohlen. |
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Anforderungen im Normalflug: |
Das Flug- und Steuerverhalten von Gleitschirmen dieser Klasse setzt die Beherrschung der grundlegenden, in der A-Lizenz- Flugausbildung vermittelten Flugtechniken voraus. Für sicheres Durchführen von Thermikflügen ist die Beherrschung der grundlegenden Techniken des aktiven Fliegens erforderlich. |
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Anforderungen bei Störungen: |
Das Geräteverhalten nach Störungen stellt keine überdurchschnittlichen Anforderungen an Geübtheit und Reaktionsschnelligkeit des Piloten. Die Grundkenntnisse des Pilotenverhaltens zur Vermeidung und Beherrschung von Störungen müssen jedoch vorhanden sein. |
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Anforderungen bei Schnellabstieg: |
Das sichere Beherrschen von anspruchsvollen Flugmanövern, wie z.B. Steilspiralen, B-Stall, setzt entsprechende praktische Kenntnisse voraus. Sind diese nicht vorhanden, wird eine spezielle Einweisung auf den jeweiligen Schirmtyp am besten in einem Sicherheitstraining empfohlen. |
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Eignung für die Ausbildung: |
Grundsätzlich geeignet |
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Beschreibung der Flugeigenschaften: |
Gleitsegel mit guter passiver Sicherheit und verzeihendem Flugverhalten. Einigermaßen widerstandsfähig gegen abnormale Flugzustände. |
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Zielgruppe und empfohlene Flugerfahrung: |
Thermik- und Streckenflieger, die über regelmäßige Flugpraxis und über fortgeschrittene flugtechnische Kenntnisse, bei mindestens ca. 20-30 Flugstunden pro Jahr verfügen. |
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Anforderungen im Normalflug: |
Das Flug- und Steuerverhalten von Gleitschirmen dieser Klasse verlangt, wegen teilweise kürzerer Steuerwege, geringerer Roll- und Nickdämpfung und dynamischerem Kurvenhandling eine fortgeschrittene, präzise und feinfühlige Steuertechnik sowie einen weitgehend automatisierten aktiven Flugstil. |
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Anforderungen bei Störungen: |
Das Geräteverhalten nach Störungen stellt erhöhte Anforderungen an Geübtheit und Reaktionsschnelligkeit des Piloten. Dieser sollte über ausreichende praktische Kenntnisse zur Vermeidung und Beherrschung der häufigsten Störungen, besonders seitliche und frontale Einklapper verfügen. Ist diese Erfahrung nicht ausreichend vorhanden, wird eine Einweisung auf den jeweiligen Schirmtyp am besten in einem Sicherheitstraining empfohlen. |
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Anforderungen bei Schnellabstieg: |
Flugmanöver, wie z.B. Steilspirale oder B-Stall, stellen, wegen des insgesamt anspruchsvolleren Steuerverhaltens, höhere Anforderungen an den Piloten. Gute praktische Kenntnisse dieser Manöver sollten vorhanden sein. Andernfalls wird eine spezielle Einweisung auf den jeweiligen Schirmtyp, am besten in einem Sicherheitstraining, empfohlen. |
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Eignung für die Ausbildung: |
Geeignet, sofern der Hersteller die Ausbildungseignung in der Betriebsanweisung nicht ausschließt. |
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Beschreibung der Flugeigenschaften: |
Gleitsegel mit mäßiger passiver Sicherheit und mit potenziell dynamischen Reaktionen auf Turbulenzen und Pilotenfehler. Die Rückkehr in den Normalflug kann präzisen Piloteneingriff erfordern. |
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Zielgruppe und empfohlene Flugerfahrung: |
Leistungsorientierte Streckenflieger, die über eine regelmäßige, mehrjährige Flugpraxis von mindestens ca. 50 Flugstunden pro Jahr und über fundierte flugtechnische Kenntnisse verfügen. |
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Anforderungen im Normalflug: |
Das anspruchsvolle Flug- und Steuerverhalten von Gleitschirmen dieser Klasse (kurze Steuerwege, hohe Dynamik, geringe Dämpfung um alle Achsen) verlangt ein intensives Training der Steuertechniken und des aktiven Fliegens sowie fundierte flugtechnische Kenntnisse um Störungen im Ansatz zu erkennen und zu verhindern. |
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Anforderungen bei Störungen: |
Das Geräteverhalten nach Störungen stellt hohe Anforderungen an Geübtheit und Reaktionsschnelligkeit des Piloten. Die sichere Beherrschung des Geräteverhaltens nach Störungen erfordert große praktische Erfahrung mit diesen Flugzuständen. Ist diese nicht vorhanden, wird eine gründliche Einweisung auf den jeweiligen Schirmtyp in einem Sicherheitstraining empfohlen. |
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Anforderungen bei Schnellabstieg: |
Das Verhalten bei Flugmanövern, wie z.B. Steilspirale oder B-Stall, kann gerätespezifisch in dieser Klasse überdurchschnittlich anspruchsvoll sein. Der Pilot sollte deshalb über fundierte Kenntnisse dieser Manöver verfügen. Ist diese Erfahrung nicht ausreichend vorhanden, wird eine spezielle Einweisung auf den jeweiligen Schirmtyp in einem Sicherheitstraining empfohlen. |
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Eignung für die Ausbildung: |
Grundsätzlich nicht geeignet |
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Beschreibung der Flugeigenschaften: |
Gleitsegel mit anspruchsvollem Flugverhalten und potenziell heftigen Reaktionen auf Turbulenzen und Pilotenfehler. Die Rückkehr in den Normalflug erfordert präzisen Piloteneingriff. |
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Zielgruppe und empfohlene Flugerfahrung: |
Leistungspiloten mit umfassender Flugerfahrung von mindestens ca. 75 -100 Flugstunden pro Jahr, die Höchstleistungen, z.B. beim Streckenflug realisieren wollen. |
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Anforderungen im Normalflug: |
Das auf Höchstleistung optimierte Flug- und Steuerverhalten von Gleitschirmen dieser Klassen verlangt umfassende, langjährige Flugpraxis und weit überdurchschnittliche flugtechnische Kenntnisse. |
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Anforderungen bei Störungen und |
Die Anforderungen, die das Geräteverhalten nach Störungen stellt, verlangen ein Höchstmaß an Geübtheit und Reaktionsschnelligkeit des Piloten. Die sichere Beherrschung des Extremflugverhaltens nach Störungen und von anspruchsvollen Flugmanövern, wie zum Beispiel Schnellabstieg, muss durch ständiges Training auf höchstem Niveau sein. Auch geringe Pilotenfehler müssen bei den Reaktionen auf Kappenstörungen und in Extremflugzuständen ausgeschlossen werden können. |
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Eignung für die Ausbildung: |
Grundsätzlich nicht geeignet |
Quelle: DHV.de









